weltwärts

Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Wir entsenden über dieses Programm Langzeitfreiwillige (12 Monate) nach Ghana, Togo, Peru, Kambodscha und Vietnam. Weitere Länder sind in Vorbereitung. Die Ausreise findet jährlich im September statt.

Die Mehrheit der Freiwilligen arbeitet im Bereich Bildung (rund 39 Prozent der Freiwilligen) sowie mit Kindern und Jugendlichen (rund 33 Prozent der Freiwilligen). Darunter fallen Projekte wie Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen, Unterrichtsassistenz in ländlichen Schulen oder die Unterstützung von mobilen Schulen für Straßenkinder. Die Freiwilligen bieten aber auch Freizeitmöglichkeiten für Straßen- oder Heimkinder an. Durch Sport, Kunst oder kulturelle Aktivitäten wird insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Chance geboten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Seit weltwärts 2008 durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen wurde, entsenden wir über dieses geförderte Bundesprogramm und sind qualitätsgeprüft (Quifd).

Voraussetzungen

Sie sind…
•    zwischen 18 und 28 Jahren alt
•    gesundheitlich geeignet
•    im Besitz der Fachhochschulreife bzw. allgemeinen Hochschulreife
 oder
•    Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
 oder
•    vergleichbaren Erfahrungen
•    Deutsche(r) Staatsbürger(in) oder verfügen über ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht
•    haben gute englische Grundkenntnisse (Peru: Spanisch-Grundkenntnisse erwünscht)
•    motiviert, sich ein Jahr praktisch im sozialen Bereich auszuprobieren
•    engagiert und interessiert an anderen Kulturen

Leistungen

Sie erhalten…
· Unterkunft und Verpflegung
· Taschengeld (derzeit 100 € pro Monat)
· eine Auslandsversicherung (Kranken-, Unfall- und Haftpflicht)
· Reisekosten vom Heimatort in Deutschland zum Einsatzprojekt und zurück
· Fahrtkosten vom Heimatort in Deutschland zu den Seminaren und zurück
· anteilige Kostenerstattung für erforderliche Impfungen
· ggf. Kostenerstattung für Malariaprophylaxe
· eine gründliche Vor- und Nachbereitung auf Seminaren in Deutschland
· Begleitseminare im Einsatzland
· pädagogische Betreuung und Beratung
· ggf. die Anerkennung des Freiwilligendienstes als Praktikum
oder
· Wartezeit für Studium und Ausbildung

Gut zu wissen:
Während des Einsatzes besteht Kindergeldanspruch. Freiwillige haben einen Anspruch auf Zahlung von Waisen- bzw. Halbwaisenrente, wenn die sonstigen Voraussetzungen dafür vorliegen. Für die Aufrechterhaltung des Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes in Deutschland sind sie selbst verantwortlich.

Spenderkreis

Die DRK Soziale Freiwilligendienste MV gGmbH (SFWD MV gGmbH) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, welche nicht gewinnorientiert arbeitet. Die finanzielle Förderung des weltwärts-Programms wird durch das BMZ anteilig übernommen (75%). Der fehlende Betrag (25%) wird über spendenbasierte Eigenbeiträge aufgebracht.
Aufgrund unserer Gemeinnützigkeit stehen uns außer Spenden neben den o.g. Fördermitteln keine weiteren Einnahmen für die Finanzierung des Programms zur Verfügung. Um Freiwilligendienste im Ausland durchführen und deren Weiterführung gewährleisten zu können, sind wir auf Eigenbeiträge, Spenderkreise und somit auf persönliches Engagement angewiesen.

Ihr Spenderkreis

Wir bitten alle Freiwilligen um finanzielle Unterstützung. Dies kann durch den Aufbau eines Spenderkreises geschehen. Ihr Engagement ermöglicht es, auch zukünftig junge Menschen für einen Freiwilligendienst in die Welt zu entsenden. Indem sie Menschen aus den vielfältigsten Bereichen in ihren Freiwilligendienst einbeziehen und sie um Spenden bitten, Berichte an ihre Spender schicken oder Vorträge über ihr Vorhaben halten und sie so an ihren Freiwilligendienst teilhaben lassen, leisten sie einen wichtigen Beitrag und unterstützen die interkulturelle Arbeit der SFWD und ihrem Projekt im Einsatzland.
Zu ihrer Unterstützung werden bereits am Bewerbertag hilfreiche Informationen zur Verfügung gestellt. So können sie beispielsweise bei Freunden und Verwandten, aber auch bei Stiftungen und Unternehmen um Spenden werben und ggf. einen Spenderkreis aufbauen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, einige Ideen finden sie hier:

  • Flohmarktverkauf
  • Party geben
  • Informationsstand beim Schulfest deiner Schule
  • Informationsstand auf dem Marktplatz
  • Kuchenbasar (im Sportclub, Schulveranstaltung etc.)
  • Lokalzeitung: Bericht verfassen, um Spenden bitten
  • um Geldgeschenk bei Geburtstag, Weihnachten etc. bitten
  • Unternehmen ansprechen, welche Tochterunternehmen im Gastland haben
  • Unternehmen, welches selbst im Gastland tätig ist
  • um Mikrospenden bitten: z.B. besser täglich 3,50 Euro über 1 Monat als 100 Euro auf einmal
  • Anerkennung für Spender, z.B.
    • regelmäßig Postkarten schreiben
    • Souvenir mitbringen
    • landestypisch kochen
    • Blog schreiben, regelmäßige Berichte verfassen
    • Fotos versenden
    • Vortrag für Spender nach Rückkehr halten

Wissenwertes zu weltwärts

Entwicklungspolitisches Engagement, Globales Lernen und Begegnung auf Augenhöhe, dafür steht weltwärts. Das Programm bringt Menschen aus Deutschland und dem Globalen Süden zusammen. Im Fokus dabei steht non-formales Lernen im gegenseitigen Austausch. Der weltwärts-Freiwilligendienst ist somit in erster Linie ein Lerndienst; voneinander lernen und in den Austausch treten. Aus diesem Grund bezeichnen wir weltwärts-Freiwillige auch als helfende Lerner/innen.

Der Freiwilligendienst bietet jungen Erwachsenen die Chance, Erfahrungen im Bereich des Globalen Lernens zu machen. Die Freiwilligen bekommen die Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit zu erlernen, eigene Verhaltensweisen kritisch zu hinterfragen und vieles mehr. Das Ziel Globalen Lernens ist es, (weltweit) gemeinsame Wege zu finden, um unsere Welt lebenswert zu erhalten. Durch den Freiwilligendienst und die Impulse dessen, können Freiwillige einen begrenzten Beitrag zu einer gerechteren und nachhaltigeren Entwicklung leisten.

Weltwärts – und dann?

Lernen ist ein lebenslanger Prozess, weshalb dieser nicht mit der Rückkehr aus dem weltwärts-Freiwilligendienst endet. Der Freiwilligendienst soll Impulsgeber für neue Sichtweisen und Engagement sein, Erlebnisse und Erfahrungen werden geteilt. Dies soll den Kulturaustausch weiter fördern.

Um sich weiter zu engagieren gibt es viele Möglichkeiten. Freiwillige können sich untereinander vernetzen und sich vielfältig einbringen. So können Workshops besucht und/oder mitgestaltet, Artikel geschrieben und Vorträge gehalten werden. Die eigenen Erfahrungen werden geteilt, um über Freiwilligendienste zu informieren und auf relevante Themen aufmerksam zu machen. Diese Vorträge können im Freundeskreis, aber auch an Schulen, Universitäten oder auf Messen stattfinden. Wir als Entsendeorganisation unterstützen die zurückgekehrten Freiwilligen (sogenannte Alumnis) bei solchen Öffentlichkeitsveranstaltungen. Des Weiteren arbeiten mit Alumnis auf unseren Vorbereitungsseminaren zusammen. Niemand kann besser von einem Freiwilligendienst und dem Projekt berichten als Menschen, die ein Jahr vor Ort gelebt haben!

Die Rückkehr aus dem Einsatzland ist somit kein Ende, sondern der Beginn eines weiteren Abschnittes, in dem Erlebnisse verarbeitet und geteilt werden.

Hilfreiche Internetseiten zum Thema:
www.weltwaerts.de/de/was-kostet-es.html
www.freiwilligenarbeit.de/kosten-finanzierung.html

Förderungen & Zertifizierung

Ansprechpartner/in

Britta Erhart

+49 385 593782-283

Lea Ranck

+49 385 593782-284